Viele von euch kennen wahrscheinlich das Passah-Fest aus der Bibel. Das heißt auf hebräisch Pessach und wird gerade jetzt gefeiert. Die Juden gedenken mit diesem Fest an den Auszug der Hebräer aus Ägypten. Gestern Abend war der Sederabend, also der Beginn des Festes. Nach dem jüdischen Kalender fängt ja jeder neue Tag am Abend an, deshalb eben auch Pessach.
Den Abend gestern haben wir in der Jerusalem Assembly verbracht. Das ist die Gemeinde, wo viele von uns Volos hingehen. Das ist eine jüdisch-messianische Gemeinde - alles zum Großteil Juden, die an Jesus glauben. Mit den Leuten da haben wir gestern also den Anfang von Pessach gefeiert.
Mit Pessach wird wie gesagt an den Auszug aus Ägypten erinnert. Nachlesen kann man das im zweiten Buch Mose, gleich am Anfang fängt die Geschichte an. Wie der Pharao die Kinder der Hebräer töten lassen will, wie Moses ausgesetzt wird, wie er am Königshof aufwächst. Dann tötet er einen Ägypter, um einen der hebräischen Sklaven zu schützen. Er flüchtet in die Wüste, bleibt dort 40 Jahre und bekommt von Gott schließlich den Auftrag, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Mit diesem Auftrag kehrt er zum Pharao zurück. Es folgen die 10 Plagen, die den Pharao zur Einsicht bringen sollen. Aber erst nach der zehnten lässt er die Hebräer ziehen. Die zehnte Plage war das mit dem Tod des Erstgeborenen. Die Hebräer blieben davon verschont, weil sie ihre Türpfosten mit dem Blut eines Opferlammes bestrichen hatten.
Der Pharao lässt die Hebräer also ziehen. Dann wird er aber wütend und hetzt ihnen seine Armee auf den Hals. Infolgedessen verliert er die ganze Armee, weil Moses das Meer für die Hebräer geteilt hatte, die Ägypter aber nicht durchlassen wollte.
Jaja, so war das, damals... Ok, jedenfalls sind wir gestern da ganz gut versorgt worden - es gab was zu Essen - und haben auch ein bisschen was von den jüdischen Bräuchen zu Pessach mitbekommen. Allerdings ist das ganze Brauchtum bei den messianischen Juden nur in einer ein bisschen abgeschwächten Form präsent. Messianische Juden glauben ja daran, dass Jesus mit seinem neuen Bund den alten Bund von Moses abgelöst bzw. erfüllt hat - also die Zehn Gebote plus die 613 Gesetze, die es in der Wüste noch gegeben hat. Das glauben wir Christen auch, deshalb essen wir ja auch Schweinefleisch. Messianische Juden feiern das Pessach-Fest ja auch mit einem anderen Hintergrund als orthodoxe Juden. Für die bedeutet der Auszug der Hebräer aus Ägypten nur die Befreiung der Juden von der Sklaverei. Die Juden, die an Jesus glauben, haben aber auch einen anderenm Hintergrund entdeckt. Für sie erfüllt sich eine messianische Prophezeiung: Gott hat das Volk Israel aus Ägypten geführt, weil er aus diesem Volk den Messias (Jesus) kommen lassen wollte. Das Volk Israel sollte zum Licht der Welt werden.
Und noch etwas ist wichtig: Für Christen und auch für messianische Juden ist Jesus das Opferlamm. Das Lamm, das an Pessach geschlachtet wurde, wegen dem Blut an den Türpfosten. Jesus, das "Lamm Gottes" ist für unsere Sünden gestorben - und das genau am Beginn von Pessach (das war ein Freitag, der heute bei uns Karfreitag. Das mit dem Opferlamm kann man in Korinther 5,7 nachlesen). Und deshalb feiern die messianischen Juden das Pessach-Fest mit einem ganz anderen Hintergrund als der Rest der jüdischen Welt.
Hier in Israel erlebt man diese ganzen Sachen ein bisschen intensiver als in Deutschland. Ich freue mich auch schon auf Ostern, weil wir da im Grunde ja noch einmal das Gleiche feiern. :)
(Zu Ostern melde ich mich aber nochmal.)
Den Abend gestern haben wir in der Jerusalem Assembly verbracht. Das ist die Gemeinde, wo viele von uns Volos hingehen. Das ist eine jüdisch-messianische Gemeinde - alles zum Großteil Juden, die an Jesus glauben. Mit den Leuten da haben wir gestern also den Anfang von Pessach gefeiert.
Mit Pessach wird wie gesagt an den Auszug aus Ägypten erinnert. Nachlesen kann man das im zweiten Buch Mose, gleich am Anfang fängt die Geschichte an. Wie der Pharao die Kinder der Hebräer töten lassen will, wie Moses ausgesetzt wird, wie er am Königshof aufwächst. Dann tötet er einen Ägypter, um einen der hebräischen Sklaven zu schützen. Er flüchtet in die Wüste, bleibt dort 40 Jahre und bekommt von Gott schließlich den Auftrag, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Mit diesem Auftrag kehrt er zum Pharao zurück. Es folgen die 10 Plagen, die den Pharao zur Einsicht bringen sollen. Aber erst nach der zehnten lässt er die Hebräer ziehen. Die zehnte Plage war das mit dem Tod des Erstgeborenen. Die Hebräer blieben davon verschont, weil sie ihre Türpfosten mit dem Blut eines Opferlammes bestrichen hatten.
Der Pharao lässt die Hebräer also ziehen. Dann wird er aber wütend und hetzt ihnen seine Armee auf den Hals. Infolgedessen verliert er die ganze Armee, weil Moses das Meer für die Hebräer geteilt hatte, die Ägypter aber nicht durchlassen wollte.
Jaja, so war das, damals... Ok, jedenfalls sind wir gestern da ganz gut versorgt worden - es gab was zu Essen - und haben auch ein bisschen was von den jüdischen Bräuchen zu Pessach mitbekommen. Allerdings ist das ganze Brauchtum bei den messianischen Juden nur in einer ein bisschen abgeschwächten Form präsent. Messianische Juden glauben ja daran, dass Jesus mit seinem neuen Bund den alten Bund von Moses abgelöst bzw. erfüllt hat - also die Zehn Gebote plus die 613 Gesetze, die es in der Wüste noch gegeben hat. Das glauben wir Christen auch, deshalb essen wir ja auch Schweinefleisch. Messianische Juden feiern das Pessach-Fest ja auch mit einem anderen Hintergrund als orthodoxe Juden. Für die bedeutet der Auszug der Hebräer aus Ägypten nur die Befreiung der Juden von der Sklaverei. Die Juden, die an Jesus glauben, haben aber auch einen anderenm Hintergrund entdeckt. Für sie erfüllt sich eine messianische Prophezeiung: Gott hat das Volk Israel aus Ägypten geführt, weil er aus diesem Volk den Messias (Jesus) kommen lassen wollte. Das Volk Israel sollte zum Licht der Welt werden.
Und noch etwas ist wichtig: Für Christen und auch für messianische Juden ist Jesus das Opferlamm. Das Lamm, das an Pessach geschlachtet wurde, wegen dem Blut an den Türpfosten. Jesus, das "Lamm Gottes" ist für unsere Sünden gestorben - und das genau am Beginn von Pessach (das war ein Freitag, der heute bei uns Karfreitag. Das mit dem Opferlamm kann man in Korinther 5,7 nachlesen). Und deshalb feiern die messianischen Juden das Pessach-Fest mit einem ganz anderen Hintergrund als der Rest der jüdischen Welt.
Hier in Israel erlebt man diese ganzen Sachen ein bisschen intensiver als in Deutschland. Ich freue mich auch schon auf Ostern, weil wir da im Grunde ja noch einmal das Gleiche feiern. :)
(Zu Ostern melde ich mich aber nochmal.)